Kreatives, Köstliches, Kuscheliges – mein Monatsmix im Juli 2025

Ab diesem Monat möchte ich euch wieder ein wenig mitnehmen in meinen Alltag und euch erzählen, was bei mir so los ist. Dieser Monatsrückblick wird vermutlich nicht immer pünktlichst am letzten Tag des Monats erscheinen. Aber ich gebe mir Mühe, euch zeitnah zu berichten. Ich hoffe, dass ich so ein wenig für Inspirationen sorgen kann und eventuell nimmst du ja noch den ein oder andern Tipp mit. Das würde mich freuen.

Ich erzähle dir ein bisschen was über meine Strick- und Häkelprojekte, tauche mit dir ein in die Welt der Bücher und teile mit dir meinen Podcastfund des Monats. Außerdem gebe ich dir Einblicke in meinen Garten und in unsere Tierwelt (Laufenten und Kaninchen). Heute habe ich sogar ein Rezept für eigenen Apfelessig für dich dabei!

Meine Strickprojekte im Juli

Ich habe diesen Monat das Popsicle Tank für meinen Sohn fertig gestrickt. Schöne Fotos folgen bald in einem Extra-Blogbeitrag.

Mein Sohn hatte sich ein Glitzer-Shirt mit Pailletten gewünscht. Dem Wunsch bin ich natürlich gerne nachgekommen. Die Farben hat er sich selbst ausgesucht und sich für das Minis Set Fade Libelle und die Crazy Paillettes Puder entschieden. Eine tolle Wahl wie ich finde.

Dieses tolle Projekt musste ich leider ribbeln: Jaspe Shawl

Wie es sich herausgestellt hat, habe ich aus Versehen ein bereits etwas angestricktes Knäuel verwendet. So fehlten mir 20g für ein Tuch mit angenehmer Größe.

Angestrickt hatte ich es bereits im letzten Jahr und nichts mehr von der gleichen Färbecharge vorrätig. So wurde es eben geribbelt. Ein tolles Tuch ist es trotzdem.

Vielleicht stricke ich es irgendwann nochmal. Aktuell bin ich aber nicht in der richtigen Stimmung für so viel Chartstrickerei.

Und natürlich habe ich wieder was neues angestrickt. Das ist doch klar. Also ich meine, ich habe ein Projekt fertig gestrickt, eins endgültig geribbelt, da darf man ja wohl wieder was neues anschlagen, oder? Oder?

Also mein neuestes Projekt auf der Nadel ist das Multitalent von Nicolor. Ich verstricke hier die Boo Geheimnis zusammen mit Make it Rainbow Glitz, das bald in meinen Shop einziehen darf. Erster Eindruck? Ich bin verliebt! Was für ein tolles Beilaufgarn. Ich liebe den zarten Glitzer. Ich liebe die bunten Nupsis. Diese Kombi führt einfach zu einer super spannenden Textur.

Meine Häkelprojekte im Juli

Meine C2C-Decke wächst weiter. Mittlerweile habe ich meine gewünschte Breite erreicht und wir wachsen nun diagonal in die Länge. Ich verhäkle hier bunte Sockenwollreste, die ich doppelt nehme und mit einer 4,5 mm Häkelnadel in C2C-Technik verhäkel.

Das ist ein so schönes Mindless-Projekt, das man vor allem abends vorm Fernseher wunderbar vor sich hin werkeln kann. Dabei verhäkelt man in Windeseile die kleinen Restebobbel. Wenn ich ein Knäuelchen aufgebraucht habe, dann binde ich das nächste mit dem Russian Join an. Ich mag diese Technik sehr, weil es das Vernähen von zig tausend Fäden am Ende vermeidet und man es im fertigen Strickstück nicht sieht.

Mein Juli in Büchern

Bücher sind auch ein wenig wie Strickprojekte. Eins ist nie genug. Aus verschiedenen Gründen lese ich aktuell simultan an mehreren Büchern gleichzeitig. Zum einen habe ich immer ein Buch neben dem Bett zum einschlafen, ein Buch lese ich parallel bei einem Podcast mit und ein Buch habe ich fürs Wochenende zum Lesen.

Eine Gute-Nacht-Lektüre habe ich diesen Monat ausgelesen: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harlod Fry von Rachel Joyce (Affiliate Link/Werbung).

Harold Fry erfährt eines Tages in einem Brief, dass seine ehemalige Kollegin und gute Freundin Krebs im Endstadium hat und nicht mehr lange zu leben hat. Er möchte eigentlich nur eine Antwort zum Briefkasten tragen und läuft dann einfach weiter. Daraus wird eine Pilgerreise zu Fuß von der Südkiste Englands bis hoch in den Norden.

Dieses Buch hat mich schwer bewegt. Ich habe mit Harold Fry mitgefiebert, gelacht, ihn angefeuert, Mitleid mit ihm gehabt und herzhaft mit ihm geweint. Klare Empfehlung von mir!

Ich bin großer Fan des Podcasts Seitenbummler. Das liegt vielleicht auch daran, dass dieser von zwei guten Freund:innen von mir gehostet wird. Aber diese beiden haben mich auch wieder der Welt der Bücher und der Fantasy näher gebracht. Ein Bereich, den ich immer mochte und zwischendurch etwas arg vernachlässigt habe.

Chimera von Christian Montillon (Affiliate Link/Werbung) ist das aktuelle Buch, das Lali und Jan besprechen. Es ist in drei Teile unterteilt. Ich mag die Grundidee des Buches sehr, allerdings ist meine Meinung dazu aktuell etwas durchwachsen. Der erste Teil ist gut beschrieben und startet auch gleich ordentlich spannend. Teil 2 lässt leider gehörig nach, während Teil 3 nun wieder an Fahrt gewinnt. Ein abschließendes Fazit schreibe ich, sobald das Buch fertig gelesen und besprochen ist.

Wenn ich am Wochenende ein wenig Zeit habe, dann lese ich aktuell gerne das Buch Dunkler Zwilling von Olaf Raack (Affiliate Link/Werbung). Das ist der zweite Teil der Eisaxt-Duologie. Und ich liebe dieses Buch. Wir begleiten hier Raam, Dornarg und die anderen Zwerge auf ihrem Abenteuer, um die Eisaxt-Feste zu verteidigen. Eine absolute Leseempfehlung!

Und natürlich braucht es auch eine neue Gute-Nacht-Lektüre. Mit Bücherkönig von Akram El-Bahay (Affiliate Link/Werbung) tauche ich hier in den zweiten Teil der Bibliothek der flüsternden Schatten ein. Schon der erste Teil (Bücherstadt) hat mich schwer begeistert. Es ist eine schöne Fantasy-Welt, die allerdings ein wenig anders aufgebaut als übliche Fantasy-Welten. Es geht dabei viel um Büchern, um verschiedene Lebenswelten und natürlich Fantasyfiguren. El-Bahay versteht es, einen sofort in die Geschichte hineinzuziehen und einen nicht mehr loszulassen. Ich habe mich in diese Trilogie schon jetzt verliebt und kann sie nur empfehlen!

Podcastfund des Monats

Beim Färben oder anderen Arbeiten, die mich geistig nicht allzu sehr fordern, höre ich am liebsten Podcasts. Neben dem oben bereits erwähnten Podcast habe ich diesen Monat einen neuen Podcast für mich entdeckt. Plothouse – einen True Story-Podcast, der von Lottie unheimlich spannend erzählt wird. Auf Instagram wird dieser mit einer Fotostrecke jeweils begleitet. Das macht das Ganze zu einem vollumfänglichen Erlebnis.

Und ehrlich: Ich habe selten bei einem Podcast so sehr mitgefiebert und so viel geheult wie bei dem. Ich bin Fan und freu mich schon auf neue Folgen.

Von Laufenten, Wildenten und Riesenkaninchen

Wir haben am 1. Juli zum zweiten Mal in diesem Jahr Laufenten-Nachwuchs bekommen. Unsere Angie hat 7 Küken ausgebrütet. Leider war eines sehr schwach und musste aufgepeppelt werden. Aber bereits nach einer Nacht war es wieder quitschfidel und konnte zu seinen Geschwisterchen dazustoßen. Die Familienzusammenführung ging auch reibungslos. Mittlerweile sind die Küken schon ordentlich gewachsen. Ein paar Wochen noch und dann dürfen sie zu der anderen Entencrew dazu stoßen.

Kurz bevor unsere zweite Laufentenbrut geschlüpft ist, haben wir ein einzelnes Wildenten-Küken zur Aufzucht bekommen. Es war versehentlich in eines der Beton-Fischbecken meiner Eltern gefallen und musste gerettet werden. Da die Eltern des Kükens nirgendwo zu sehen waren, hat man es uns zur Aufzucht übergeben. Es wächst bei uns ordentlich heran. Aktuell befindet es sich noch in einem Holzkäfig nahe am Haus. Eigentlich wollten wir es schon lange mit unseren Laufenten vergesellschaften. Allerdings ist es aktuell wieder so frisch, dass die Wildente nach wie vor gerne unter der Wärmeplatte sitzt. Und Wärmeerhalt geht in diesem jungen Alter vor Gesellschaft. Lange dürfte es jedoch nicht mehr dauern, bis das Wildentenküken in Gesellschaft andere Enten leben darf. Ob es dann langfristig bei uns leben mag oder irgendwann wegfliegt, darf es dann selbstständig entscheiden.

Unser letztes Kaninchen (ein Deutscher Riesenschecke) hat nun auch endlich wieder ein schönes Aussengehege bekommen. Das größte, das er bisher genießen durfte. Und er liebt es, im kühlen Gras zu liegen. Als Regenschutz hat er eine kleine Hütte bekommen. Die Gesellschaft der Laufenten, die ihm öfter mal am Zaun besuchen, weiß er auch sehr zu schätzen. Ich habe den Eindruck, dass sie sich gerne gegenseitig ein wenig necken und dabei den größten Spaß haben.

Das war im Garten los

Der Erntesommer ist in vollem Gange. Aktuell können wir viele Zucchinis, Gurken, Kohlrabi, Zuckerschoten und auch schon die ersten Frühäpfel ernten.

Eine große Gurkenernte wurde zu Senfgurken verarbeitet. Die schwarzen Johannisbeeren haben wir in leckere Chutneys eingekocht und die Frühäpfel wurden in Stücken geschnitten in einem Zuckersud eingekocht. Letzteres lieben die Kids ganz besonders.

Die Zucchinischwämme wird derzeit noch verkocht, bald aber auch ein großer Teil eingekocht. Ganz prinzipiell mag ich diese Zeit des Gartenjahres besonders gern. Die Beete sind voll und grün. Das Gemüse wächst und gedeiht. An der einen Stell kann schon geerntet werden, während an der anderen Stelle alles so langsam heranreift. Einach nur herrlich.

Aus der Küche

Eins hat auf Instagram besondere Aufmerksamkeit erregt: Die Herstellung von Essig.

Ich kann das total verstehen, da ich selbst lange nach der richtigen Methode gesucht habe. Die meisten Rezepte im World Wide Web möchten lediglich bereits fertigen Weißweinessig mit weiteren Zutaten aromatisieren. Aber ich wollte Essig von Grunde auf selbst herstellen. Das kann ja nicht so schwer sein! Spoiler: Ist es auch nicht.

Man muss ein paar grundlegende Dinge verstehen: Die Grundlage für Essig ist Wein. Also muss man aus dem Obst, das man zu Essig verarbeiten möchte, zunächst Wein herstellen. Was macht aus Früchten Wein? Richtig: Hefe. Und damit haben wir schon die Grundzutaten.

Bei Apfelessig braucht man keine zusätzliche Hefe, da auf den Apfelschalen viele natürliche Hefen vorhanden sind. Bei anderem Obst kann es sinnvoll sein, noch etwas Trockenhefe dazuzugeben. Ich zeige das Grundrezept allerdings an Apfelessig:

Du brauchst:

  • Apfelschalen und -kerngehäuse (Das sind praktischerweise die Abfälle vom Äpfeleinkochen. Man kann hier aber auch ganze Äpfel verwenden.)
  • Optional 2-3 EL Zucker (Das dient lediglich als Startfutter für die Hefen. Es muss nicht zwingend dazugegeben werden, es beschleunigt aber den Prozess.)
  • So viel Wasser, dass alles gut bedeckt ist.
  • Optional eine Essigmutter (Das ist ein schwammiges Gebilde aus Essigzellen. Das beschleunigt die Essigherstellung, ist aber nicht zwingend erforderlich. Ich habe meine Essigmutter nach diesem Rezept gezüchtet. Ein wenig nach unten scrollen, da ist das Rezept zur Herstellung einer eigenen Essigmutter.)

All diese Zutaten schichtest du nun in einem Glas. Wichtig: Nicht luftdicht verschließen! Die Essigbakterien benötigen Sauerstoff, damit sie arbeiten können. Ich lege immer nur ein Küchentuch oben drauf und befestige das mit einem einfachen Haushaltsgummi. Täglich umrühren ist ebenso wichtig, weil sonst alles verschimmelt.

Nach einer Weile sinken die Fruchtbestandteile nach unten. Ab da kann der Essig abgefiltert werden. Den Essigansatz danach weitere Wochen mit leichter Abdeckung (nicht luftdicht!) ziehen lassen. Und am Ende genießen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Inspirationen mitgeben. Bis zum nächsten Monatsrückblick!

Wollige Grüße

Steffi

Ein Gedanke zu „Kreatives, Köstliches, Kuscheliges – mein Monatsmix im Juli 2025

Hinterlasse einen Kommentar