Nachdem letztes Jahr der Sturm mein altes kleines Foliengewächshaus zerlegt hat, musste ein neues her. In diesem kleinen Gewächshaus ziehe ich immer alle meine Pflanzen vor. Und das mit großem Erfolg. Wieso also daran etwas ändern? Also schnell ein neues bestellt. Ein größeres sollte es werden, da das alte teilweise schon knapp bemessen war. Ein größeres hatte ich auch bestellt. Nur leider ein kleineres bekommen. Was also tun? Zurückschicken? Dann hätte sich die Anzucht der Pflanzen merklich verschoben und ich bin eh schon gefühlt sehr spät dran. Also aufbauen und aber trotzdem den Verkäufer kontaktieren. Nach kurzem Hin und her konnte ich somit sogar 30 % Rabatt raushandeln. Damit konnte ich leben. Ein zweites Gewächshaus habe ich nun aber gleich nachbestellt. Denn dieses reicht mir leider hinten und vorne nicht.
Da heute endlich mal wieder schönes Frühlingssonnenwetter ist, ging es natürlich heute morgen gleich in den Garten zum Ansäen. Als ich so meinen Krimskrams zusammen suchte, den ich zum ansäen brauchte, entdeckte ich zwei Frühlingsboten vor dem Hochbeet. Da machte die Gartenarbeit gleich doppelt Spaß 😉
Und ich war heute wirklich fleißig. Von früh morgens bis zum Sonnenuntergang war ich bis auf eine kurze Mittagspause ununterbrochen im Garten. Nun sind alle Paprika-, Tomaten-, Okra-, Stangensellerie-, Knollensellerie-, Porree- und Zwiebelsamen in kleinen Anzuchtschalen in der Erde. Da ich ein Verfechter der Artenvielfalt bin, sitzt man da schonmal eine Weile. Ich darf allein 30 verschiedene Tomatensorten zu meinem Eigentum zählen. Bei den Paprikasorten sind es nur ein paar weniger. Und auch bei den Zwiebeln reichen mittlerweile 10 verschiedene Sorten nicht mehr. Ich gestehe es ganz offen: Ich bin ein Samen-Junkie. Immer wenn ich eine tolle Sorte irgendeines Gemüses sehe, muss ich sie haben. Koste sie, was sie wolle. Dabei achte ich jedoch penibel darauf, keine F1-Hybriden zu kaufen. Ich will schließlich aus den Pflanzen wieder keimfähige Samen ziehen können!

Und da es nachts doch noch recht kalt wird, habe ich mir dieses Jahr eine Gewächshausheizung gegönnt. Gut gegönnt ist vllt etwas übertrieben. Eigentlich ist sie sehr preisgünstig gewesen. Zwei Tontöpfe hatte ich noch in meinem Sortiment. Lediglich die Stumpenkerze musste ich für knapp 3 Euro kaufen. Die Kosten sind doch überschaubar, oder? Die Idee dahinter ist folgende: Ein großer Tontopf, in dem die Kerze steht, ein kleinerer Tontopf mit Loch im Boden stülpt man kopfüber darüber. Die Kerzenflamme erwärmt nicht nur die Umgebungsluft sondern auch die Tontöpfe, die die Wärme wiederum speichern und an die Umgebung abgeben. Ausprobiert habe ich das vorher noch nicht, aber bereits davon gelesen. Ich bin mal gespannt, ob das Experiment klappt. Ich werde jedenfalls berichten, versprochen!
Und da der Platz ja doch sehr begrenzt ist in dem Gewächshaus, hat mein Schatz aus dem Gerüst, das vom alten Gewächshaus noch bei uns rumliegt, ein kleines Regal für die Rückwand gebaut. Aber auch das wird bestimmt bald voller kleiner Töpfchen sein! 😀

Und ab damit zu einfachnachhaltigbesserleben!
Hier geht’s zum Erfahrungsbericht zur Gewächshausheizung!

Hallo!
Die Idee mit der „Kerzenheizung“ finde ich sehr interessant, habe ich vorher noch nie gesehen.
Weiterhin viel Freude mit Deinen Pflanzen und viel Erfolg! Selbst angebautes Gemüse schmeckt einfach um Längen besser.
Vielen Dank fürs Verlinken zu EiNaB!
lg
Maria
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Wie witzig, ich dachte erst: Heizung? Das kann doch nicht energiesparend sein! Aber die Kerzenheizung ist ja toll. Ich bin gespannt auf deinen Erfahrungsbericht. Bringt das was? Ist es wirklich wärmer?
Liebe Grüße,
Marlene
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Alsoooo eine kleine erste Einschätzung kann ich schonmal abgeben. Gestern war ja nicht soooo der warme Tag. Leider hat sich herausgestellt, dass es im Treibhaus nicht unbedingt merklich wärmer war als draussen. Schade. Vllt. liegt es auch daran, dass die Kerze mittlerweile schon ziemlich runtergebrannt ist. Aber ich werde noch etwas experimentieren. Das muss doch machbar sein! 😉
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Und hoffentlich wird bald Frühling! Ich wünsch dir viel Erfolg!
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Danke schön! 😀
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Das Problem sehe ich eher darin, dass du die beiden Tontöpfe beheizt. Dadurch geht natürlich auch sehr viel Energie verloren … vor allem, da eine Kerze ja nicht all zu viel Energie abgibt. Das würde evtl. in einem Haus/Wohnung sehr gut funktionieren – wenn die Umgebungstemperatur ~ 20°C hat. Dann schaffst du mit einer Kerze womöglich ein paar (1-2) Grad mehr. Im Garten wirst du damit wenig erfolg haben …
– Johnny
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Danke für den Hinweis. Mir reicht es ja eigentlich schon, wenn das ganze nur ein paar Grad Unterschied macht in der Hoffnung, dass die Pflänzchen etwas früher keimen anfangen. Ich probiers noch ein paar Tage aus. Ob ich es nächstes Jahr wieder auf diese Art mache, kann ich noch nicht sagen. 😉
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Viel Glück dabei. Leg mal ein Thermometer rein, und berichte vom Unterschied …
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Dafür müsste ich ja einen Vergleichswert haben, wie die Temperatur ohne Kerze wäre… Hmmm muss ich mal überlegen, wie ich das anstell. Interessieren würde es mich ja auch brennend. 😀
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Du musst die Messung durchführen, wenn sich die Temp draussen nicht ändert und stabil bleibt. Kerze für 30 min ausblasen – messen – und dann wieder anzünden und nach 1h messen …
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Guter Tipp! Danke. Das mach ich die nächsten Tage doch glatt mal! 😀
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Auf die einfachen Sachen kommen wir nicht mehr…tolle Idee!!!!
Jürgen aus Loy
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Ja stimmt. Das einfache liegt oft so fern. Danke schön! 😊
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Und das liegt m.E. an dem ganzen `Konsumterror´, um es mal so zu sagen. Da geht die Kreativität flöten…
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Da geb ich dir absolut Recht. Kaufen ist eben einfacher, als selbst mal seinen Grips anzustrengen.
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