Kren ist ein absolut tolles Wurzelgemüse. Er ist vermutlich eher unter dem Namen Meerrettich bekannt. Bei uns in Bayern heißt er aber Kren. Und da es bei uns heute zu Mittag Schweinebraten gab, war es an der Zeit mal einen der Krenwurzeln auszugraben. Das tolle am Meerrettich ist ja, dass man die Pfahlwurzeln, die an der Hauptwurzel wachsen, einfach wieder einsetzen kann und somit wieder neuen Meerrettich ziehen kann. Auf diese Weise kann man die Pflänzchen auch wunderbar einfach vermehren. An einer Hauptwurzel befinden sich nämlich wirklich sehr viele Pfahlwurzeln. Aber erstmal zum Anfang:
Erstmal muss der Kren aus der alten Erde raus. Und das ist gar nicht mal soooo einfach. Der ist nämlich ganz schön verwurzelt. Und die Erde zwischen den Pfahlwurzeln herauszupuhlen ohne dass diese abbrechen, erfordert schon etwas an Geschick. Hat man das aber erstmal geschafft, geht es daran die Pfahlwurzelchen abzuschneiden. Diese will man ja schließlich wieder einpflanzen. Zumindest die größten und schönsten davon.

Die Pfahlwurzeln werden dann wieder schräg ins Erdreich gesteckt und mit Erde bedeckt. Nun noch angießen und schon kann wieder neues Leben entstehen. Ich liebe Meerrettich wirklich. Da es so herrlich einfach ist, diese permanent im Garten zu behalten und ihn zu vermehren. Schöner und einfacher geht es kaum!
Nun musste nur noch die Hauptmeerrettichwurzel gerieben werden. Und schon konnte er zum Schweinebraten genossen werden! Leider war er nicht annähernd so scharf und würzig wie ich gehofft hatte. Woran das nun liegt? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht habe ich ihn in der falschen Jahreszeit geerntet? Oder er ist über den Winter etwas zu trocken gestanden? Wirklich viel Feuchtigkeit hat er nämlich leider nicht abbekommen. Also falls von euch jemand einen Tipp hat, nur her damit. Ich freue mich immer über Anregungen! 😀

